Welche Masken filtern Schadstoffe aus der Luft?

Was sind partikelfiltrierende Halbmasken?

Atemschutzmasken haben den Zweck, den Träger vor Schadstoffen und Krankheitserregern in der Luft zu schützen.
Neben Vollmasken und Halbmasken, gibt es spezielle partikelfiltrierende Halbmasken. Diese filtern Tröpfchen, Partikel und Aerosole aus der Umgebung. Aerosole sind beispielsweise Staub, Zigarettenrauch oder Ruß aus einem Auspuffrohr.

Partikelfiltrierende Halbmasken werden auch als FFP Masken bezeichnet. Die Abkürzung “FFP” steht für “filtering face piece”. Sie sind Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und werden innerhalb von Europa in drei Schutzklassen unterteilt.
Als persönliche Schutzausrüstung werden Gegenstände bezeichnet, die während einer Tätigkeit getragen werden müssen, die zu Verletzungen oder Gesundheitsschäden führen kann. Verankert sind sie in der PSA-Benutzungsverordnung.

FFP Klassen im Überblick

Die Klassifizierung der FFP Masken richtet sich nach ihrer Filterleistung und Leckage (Dichtsitz).
Hierbei spielt nicht nur die Art der Schadstoffe, die gefiltert werden müssen, eine Rolle, sondern auch deren Menge. Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) beschreibt die maximale Konzentration von Schadstoffen in der Luft, die nicht zu gesundheitlichen Schäden führt. Ist dieser Wert überschritten, werden partikelfiltrierende Masken zur Pflicht.

Masken der Schutzklasse 1, sogenannte FFP1 Masken, werden in Umgebungen eingesetzt, in denen man ausschließlich mit ungiftigen Stoffen in Berührung kommt, die jedoch die Atemwege reizen. Dazu zählen u.a. Zellstoffe, Mineralöle und Baumwolle. Der Arbeitsplatzgrenzwert darf nur um ein 4-faches überschritten sein.

Wenn in der Luft gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe wie beispielsweise Kunststoffe vorkommen, muss eine FFP2 Maske getragen werden. Die Konzentration dieser Stoffe darf ein 10-faches des Arbeitsplatzgrenzwertes nicht überschreiten.

FFP3 Masken schützen vor gesundheitsschädlichen und krebserzeugenden Partikeln wie Asbest, Blei oder Harthölzern. Außerdem bieten sie ebenfalls Schutz vor Viren, Bakterien, Pilzsporen und sogar radioaktiven Partikeln.
Sie sind bis zu einer 30-fachen Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes geeignet.

Wo kommen Atemschutzmasken zum Einsatz?

Atemschutzmasken finden Verwendung, wenn sichergestellt werden muss, dass schädliche Stoffe nicht in die Atemwege gelangen. Bekannt sind Staubschutzmasken vor allem aus dem Handwerk. FFP3 Masken werden u.a. bei dem Umgang mit Schwermetallen, Harthölzern, Viren oder auch radioaktiven Stoffen eingesetzt.
Somit sind sie in der chemischen Industrie, im Rettungsdienst, bei Brandermittlungen und Pandemien zu finden.

Welche Merkmale haben Atemschutzmasken der FFP Klasse 3?

Atemschutzmasken gibt es mit oder ohne Ausatemventil. Masken mit Ventil schützen vorwiegend den Träger, nicht jedoch die Umgebung, da ausgeatmete Aerosole nicht gefiltert werden. Wenn der Fremdschutz gewährt werden soll, ist darauf zu achten, dass kein Ausatemventil vorhanden ist. Häufig werden Atemschutzmasken als Einwegprodukt hergestellt. Diese sind mit “NR” für not-reusable gekennzeichnet. Hingegen bedeutet die Kennzeichnung “R”, dass die Masken wiederverwendet werden können.

FFP Masken müssen die Prüfvorgaben hinsichtlich ihrer Filterleistung und Leckage (Dichtsitz) erfüllen. Masken der Schutzstufe 3 müssen nach der Prüfnorm EN149:2001 & A1:2009 mindestens 99% Aerosole filtern. Die Gesamtleckage darf nur 5% betragen.
Entsprechend sind auf der Maske die CE-Kennzeichnung sowie die 4-stellige Nummer der Zertifizierungsstelle, die FFP Schutzstufe, der Hersteller und die Artikelnummer zu finden.
Partikelfiltrierende Halbmasken haben meist eine Kaffeefilterform, bedecken Mund sowie Nase und liegen dicht an.

Ein Hinweis zum Schluss: Partikelfiltrierende Atemschutzmasken schützen nicht vor Dämpfen oder Gasen. In diesen Fällen muss unbedingt ein höherer Atemschutz sichergestellt werden.